Vorbereitung zur Kirchengemeinderatswahl

In diesem Jahr werden in der gesamten Diözese Rottenburg-Stuttgart die Kirchengemeinderäte neu gewählt.

Wahlen gehören zum demokratischen Recht in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Gewählt werden jeweils Menschen, die uns, den Wähler, und unsere Interessen vertreten sollen. Das gilt auch für die kirchlichen Parlamente und ist ebenso wichtig. Am 22. März 2020 werden die Kirchengemeinderäte auch in den vier katholischen Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit L.A.M.M.  (Löffelstelzen, Apfelbach, Markelsheim, Mergentheim) neu gewählt und zwar in einer allgemeinen Briefwahl. Stimmabgabe durch eine allgemeine Briefwahl bedeutet, dass jeder Wahlberechtigte die benötigten Wahlunterlagen (Wahlbenachrichtigung, Versicherung zur Briefwahl, Stimmzettel, Stimmzettelumschlag, Briefwahlumschlag) zugeschickt bekommt. Der/Die Briefwählende füllt persönlich den Stimmzettel aus, steckt diesen in den Stimmzettelumschlag, den er/sie verschließt. Mit Angabe von Ort und Datum wird die Versicherung zur Briefwahl unterschrieben und zusammen mit dem verschlossenen Stimmzettelumschlag in den Briefwahlumschlag gegeben, dieser verschlossen und auf dem Postweg oder auf persönlichem Weg dem Vorsitzenden des Wahlausschusses zukommen gelassen. Wahlberechtigt sind alle Kirchengemeindemitglieder, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und in der Kirchengemeinde seit mindestens drei Monaten ihren Wohnsitz haben. Zu jeder Wahl gehören aber nicht nur Wähler, sondern auch Kandidaten, also Menschen, die bereit sind sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen. Wählbar zum Kirchengemeinderat ist jedes volljährige Mitglied einer Kirchengemeinde. Der Kreis der möglichen Kanditat*innen ist also groß. Trotzdem ist die Suche nach ihnen jedes Mal äußerst schwierig. Deshalb lud der Kirchengemeinderat St. Johannes Bad Mergentheim alle Kandidatinnen und Kandidaten und solche, die sich eventuell vorstellen können, zu kandidieren, zu einem Begegnungsabend ein.

Jens Jörgensmann als Wahlausschussvorsitzender und Rudi Kromer als Gewählter Vorsitzender des KGRs begrüßten die Teilnehmer*innen und beschrieben den geplanten Verlauf der Veranstaltung. Ein Impuls über die Bedeutung der Zeit und zu was man sie nutzen kann eröffnete den Abend. In einer kleinen Vorstellungsrunde konnten alle Anwesenden nicht nur ihre Namen nennen, sondern auch mit Hilfe eines von ihnen gewählten Fotos erklären, was sie an der Arbeit im Kirchengemeinderat reizt, welche Bedeutung die Mitarbeit für sie hat.

Im Anschluss stellten Jens Jörgensmann und Rudi Kromer im Wechsel die vielfältigen Aufgabenbereiche des KGRs vor. Dazu bildet der KGR Ausschüsse, Arbeitskreise und Projektgruppen, die sich mit den einzelnen Themen beschäftigen und Beschlüsse für den KGR vorbereiten. Die große Anzahl der kurz beschriebenen Ausschüsse zeigte das umfangreiche Tätigkeitsfeld auf. Für jeden dieser Ausschüsse und Arbeitskreise wurde ein Blatt auf die bereitgestellten Tische gelegt, so dass die anwesenden Kandidaten sich im Einzelgespräch mit den anwesenden KGR-Mitgliedern noch genauer informieren konnten. Persönliche Erfahrungen und Erwartungen kamen ebenso zur Sprache. Zurück in der Runde kamen weitere Fragen auf, wurden Befürchtungen zu Zeit- und Arbeitsbelastung geäußert. Rudi Kromer machte klar, dass persönliche Belange selbstverständlich zu berücksichtigen sind. Er ging auf die unterschiedliche Häufung der Ausschusssitzungen ein, aber auch auf das gute Arbeitsklima, das konsensfähige Miteinander, wenn um eine Entscheidungsfindung gerungen wird.

Fragen und Antworten zum Organisatorischen der Wahl und zu Redaktionellem zum Wahlflyer rundeten den Abend ab, bevor die obligatorischen Fotos von jedem Einzelnen für den Wahlflyer gemacht wurden.