Jubiläum

Michael Müller - seit 30 Jahren Kirchenmusikdirektor in Bad Mergentheim

Seit 1992, und damit seit 30 Jahren ist Michael Müller Kirchenmusikdirektor der katholischen St. Johannes-Gemeinde in Bad Mergentheim; seit 30 Jahren und somit seit der Hälfte seines Lebens, feierte Michael Müller dort gerade seinen 60. Geburtstag.

Musik studierte Müller an der Musikhochschule in Stuttgart, anschließend an der Musikhochschule Karlsruhe, wo er auch seine A-Prüfung der Kirchenmusik ablegte. Nach seiner Wahl durch den damaligen Kirchengemeinderat St. Johannes wechselte Michael Müller von der Wallfahrtskirche St. Barbara in Stuttgart-Hofen zu seiner ersten hauptamtlichen Stelle als Kirchenmusiker nach Bad Mergentheim. Dort übt er sein Amt als Kirchenmusikdirektor nun also schon seit dreißig Jahren aus. Grund genug ihn einmal ganz besonders zu ehren und ihm zu danken.

In ihren Dankesreden gingen sowohl Rudi Kromer, Gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderates, als auch Veronika Herz für den Münsterchor St. Johannes auf die vielfältigen Aufgaben des umfangreichen Aufgabenfeldes des Kirchenmusikdirektors ein. Es ist ja nicht nur die musikalische Begleitung und Gestaltung von Gottesdiensten, die zu Michael Müllers Tätigkeiten gehört, die geprägt waren und sind "von deinem fundiertem Fachwissen und deinem tiefen Sinn für die Feier der Liturgie" (so Veronika Herz). Es war und ist darüber hinaus Müllers Engagement, das ihn so wertvoll für die Kirchengemeinde macht, sei es bei der Gremienarbeit, im Liturgieausschuss als Vorsitzender, in der Arbeitsgruppe Kirchenmusik, bei musica ecclesia, bei Freizeiten, Chorfahrten, Orchestermessen und Konzerten, der Leitung von verschiedenen Chören als da sind: Münsterchor, Schola, Kinderchor, Jugendchor (die beiden letzteren erst von ihm ins Leben gerufen), aber auch Projektchöre wie Familienchor oder Känguru-Chor. Tätig ist Müller aber nicht nur in der Kirchengemeinde, sondern darüber hinaus auch im Dekanat und als Regionalkantor und als Diözesanbeauftragter für Kinderchöre.

Immer wieder übte Michael Müller auch neue Kirchenlieder mit der Gemeinde ein und so kann "unsere Gemeinde gut mitsingen und tut das auch" (R. Kromer). In all seiner umfangreichen Arbeit war Müller immer wichtig, die Freude und Begeisterung am Singen weiterzugeben, ist doch "Singen doppeltes Gebet". Die große Vielfalt an musikalischen Gottesdienstgestaltungen erleben zu dürfen, ist durchaus nicht selbstverständlich, besonders im ländlichen Raum, und ist allein Michael Müller zu danken. Rudi Kromer: "Lieber Michael, du bist für unsere Kirchengemeinde nach wie vor ein echter Glücksgriff!" und "dass du uns noch möglichst lange erhalten bleibst"

Nicht fehlen durfte natürlich auch der Dank an die Familie, die überall mit im Einsatz ist, Ehefrau Ulrike, die "dir immer den Rücken frei gehalten hat" und die Kinder Barbara, Monika, Martin, Felix und Simon, die bis heute in den Chören singend und musizierend beteiligt sind.

Hariolf Scherer und Barbara Ruck übergaben in Vertretung der Kirchengemeinde ein symbolträchtiges Geschenk: auf einem Buchenblock, geschnitten aus einer 250-jährigen Buche aus dem Spitalwald, ist eine alte Orgelpfeife der Marienkirche eingearbeitet als Kerzenständer für eine von Barbara Ruck mit Orgelpfeifen und Noten, sowie den entsprechenden Jahreszahlen gestaltete Kerze.

Musikalisch bedankte sich die ganze Gemeinde bei Michael Müller mit dem Kanon: "Lobe den Herrn meine Seele" dirigiert von Veronika Herz. Michael Müller blieb nur noch, tiefbewegt "Danke" zu sagen.

Vor der Marienkirche hatten dann alle bei einem Glas Sekt oder Orangensaft noch Gelegenheit Michael Müller persönlich zu gratulieren