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Frauenbundausflug zur "Honigbiene"

Am 25. Mai erwartet uns der Imker Hr. Kindermann bei zwei seiner Bienenstöcke auf einem Wiesengrundstück am Rande von Dainbach. Zur Einstimmung in die Präsentation seiner Bienenvölker berichtet er im Vorfeld über die geschichtliche Entwicklung zum Beruf des Imkers.

Eine Felsenzeichnung in Spanien vor rund 50.000 Jahren als erster Nachweis, dass die Biene als Honigsammlerin verehrt wurde. Im Mittelalter wandelte sich der Beruf des Zeitlers, als man begann Bienen in geflochtenen Bienenkörben zu halten, deren Honig und Wachs als Luxusgut galt und auch als Bezahlung galt.

Die Biene wurde u.a. nicht nur als Wappentier der Merowinger verehrt, sondern galt auch im Christentum als Zeichen der Reinheit und ist u.a. in Gemälden der Stuppacher Madonna und „Franz von Assisi“ verewigt.

In der jetzigen Hochzeit sind bei Hr. Kindermann ca. 40.000 bis 60.000 Bienen in seinen beiden Zander Bienenstöcken mit je einem Brutraum und einem flacheren Honigraum. (Ein gefüllter Honigraum hat ein Gewicht von ca. 25kg) Er berichtet uns vom effizienten Arbeiten der Bienen, der bis zu 2000 Eier am Tag legenden Königin und ihrem Wirken im Bienenstock; der Funktion der Drohnen und dem emsigen Treiben der Arbeiterinnen, die nicht nur mit dem Sammeln von Blütennektar, dem Füttern der Heranwachsenden, dem putzen und klimatisieren des Bienenstocks zuständig sind, sondern auch Wächterdienst und bei Gefahr eine Schutzfunktion ihrer Königin gegenüber einnehmen müssen. Im Vergleich zur Bienenkönigin mit einer Lebensspanne von 3-4 Jahren haben ihre Untergebenen einen Lebenszyklus von 3-4 Wochen.

Hr. Kindermann erklärte uns seine Tätigkeit als Imker anhand von Arbeitsgerätschaften, deren  Handhabung und den Abläufen der Honig- und Wachsgewinnung.

Freuen durften wir uns auf die anschließende Verkostung seiner Honigproben mit selbstgebackenem Zopf, Kaffee und Tee. Wir angereisten 12 Frauenbunddamen und ein „Gastgatte“ bekamen noch viele Fragen z.B. in Bezug auf die Reinheit des Honigs; seine Nutzung im medizinischen Bereich; den Handel mit Honig, Wachs und weiteren Produkten; den Schwierigkeiten durch klimatische Veränderungen und Bienenerkrankungen beantwortet.

Erfüllt mit Wissen und gekosteten Honigleckereien machten wir uns nach herzlichen Dankesworten an Hr. Kindermann und der Übergabe einer kleinen Anerkennung seines Wirkens als Imker wieder auf den Heimweg.