Kirche anders - Frauenkirche

"Voll daneben - Zeugin der Auferstehung"

Vieles wurde in den letzten Monaten abgesagt, vieles war einfach nicht möglich. Möglich ist jedoch der Gottesdienst der Frauenkirche, wenn auch coronabedingt ohne das sonst übliche sich anschließende Austauschgespräch. Wir bleiben bei unserem Vorhaben zweimal im Jahr einen Gottesdienst der Frauenkirche zu gestalten, im Mai in der Marienkirche in Bad Mergentheim, im Oktober in St. Kilian, Markelsheim.

"Voll daneben - Zeugin der Auferstehung", so hieß das Thema für Mai.

Im Mittelpunkt stand Maria Magdalena, die von Papst Franziskus zur Apostolin der Apostel erhoben wurde. Maria ist Erstzeugin der Auferstehung, Erstverkünderin der frohen Botschaft, von Christus selbst mit der Verkündigung beauftragt.

Nachdem wir Maria Magdalena in einen fiktiven Interview kennenlernten, sahen wir sie in den Texten des Gottesdienstes in drei verschiedenen Aspekten:

1. Maria aus Magdala  - von sieben Dämonen befreit

2. Maria aus Magdala - Jüngerin in der Gemeinschaft Jesu

3. Maria aus Magdala  - am Ostermorgen

Immer wurden die Aussagen, die Erlebnisse Maria Magdalenas dann mit uns in Beziehung gesetzt. Gemeinsame Gebete und Lieder, diese jedoch coronabedingt nur von der Orgelempore, verbanden die einzelnen Teile. Während also von der Empore ein Kanon erklang, bewegten sich die Frauen im Kirchenschiff nach der jeweiligen Liedzeile. (siehe Bild)

Wir wollen mit diesem Gottesdienst dazu beitragen, dass die starke Glaubensbotin Maria Magdalena wieder neu ins Bewusstsein der Glaubenden gelangt, damit neues Leben in der Kirche wachsen kann.

Mit einem ganz persönlichen Segen, den jede einzelne Frau zugesprochen und dessen Text sie anschließend auf einem Kärtchen auch mitnehmen konnte, endete dieser trotz aller Einschränkungen lebendige Gottesdienst.