Weltgebetstag - Worauf bauen wir?

Mehr als 800.000 Teilnehmer weltweit

Kein Land der Erde ist durch Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Erdbeben und Vulkanausbrüche mehr gefährdet als dieses kleine Land im Pazifischen Ozean. Im Weltrisikobericht steht Vanuatu an erster Stelle.

In einer weltumspannenden Gebetskette, die 150 Länder der Erde mit einbezieht und an der allein in Deutschland jährlich mehr als 800 000 Menschen teilnehmen, setzen sich die Teilnehmer*innen mit der Frage "Worauf bauen wir?" der Frauen aus Vanuatu in ihrer Gottesdienstordnung auseinander. Die klare Antwort der heißt: Auf Gott bauen wir; steht doch sogar auf dem Landeswappen Vanuatus "Long God Yumi Stanap" ( In God we stand - Mit Gott bestehen wir).

Um ihre Anliegen zu verdeutlichen wählten die Ni-Vanuatu einen Bibeltext, der am Ende der Bergpredigt steht. Wer meine Worte hört und sie tut, der hat auf Fels gebaut, sagt Jesus. Es geht darum, wie wir weise leben können. Es geht ums Besser-Handeln, nicht ums Besser-Wissen.

Im Gottesdienst in der Marienkirche in Bad Mergentheim erfuhren die ca. 50 Teilnehmer*innen, wie dankbar die Frauen aus Vanuatu, die Ni-Vanuatu, für die fruchtbaren Böden ihrer Insel, die saubere Umwelt, die frische Luft, den strahlenden Sonnenschein, das blaue Meer und das ruhige Wasser sind und wie schwierig es ist, dies alles in Zeiten des Klimawandels für Kinder und Enkelkinder zu erhalten.

Eindrucksvoll erzählten drei Frauen aus Vanuatu ihre persönliche Lebensgeschichte. Jeweils folgte eine Hintergrundinformation und eine Vertiefung, die auf das Besondere dieser Situation hinwies. Schlagworte, auf Kartons geklebt, verdeutlichten das noch einmal.

Die beeindruckende und berührende Titelbildinterpretation von Mona Kuntze brachte die Situation auf Vanuatu mit der unsrigen in Verbindung; immer wieder bezugnehmend auf die Frage: "Worauf bauen wir? - Worauf baue ich?"

Als eines der Zeichen der Liebe, des Friedens und der Versöhnung gilt die Kollekte, mit der weltweit über 100 Projekte unterstützt werden, die Frauen und Kinder stärken. Fortbildungen zu Frauenrechten und Geschlechtergerechtigkeit gehören genauso dazu wie die Stärkung und agro-ökologische Beratung von Multiplikatorinnen, für Ermächtigung von Frauen. In Bad Mergentheim kamen für diese Zwecke über 450,-€ ein. Vielen Dank den großherzigen Spender*innen!

Dank gilt auch den Musikerinnen, die den Gottesdienst mit Liedern aus Vanuatu begleiteten, wunderschön und umso wertvoller, als ja das gemeinsame Singen immer noch nicht erlaubt ist.

Zum Abschluss konnten die Teilnehmer*innen sich an Kokos- oder Ingwerkuchen bedienen, natürlich mit entsprechendem Abstand.