Über den Frauenbund - KDFB

Wir sind bundesweit 200.000 im KDFB organsierte Frauen. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind es 8.000 Frauen, die sich in 130 Zweigvereinen für und mit Frauen engagieren. Wir stehen für eine eigenverantwortliche und zeitgemäße Mitgestaltung in allen Bereichen der Gesellschaft, in Kirche und Staat, in Familie und Beruf. Das galt zur Gründung des KDFB 1903 und das gilt auch heute.

In der hier angehängten PDF-Datei finden Sie weitere Informationen.

Außerdem finden Sie hier das Programm von Januar bis Juli 2024.

 

Nachfolgend finden Sie einige Berichte der letzten Veranstaltungen des Frauenbundes:

Dankeschönkaffee

Am 16. Januar 2024 „war es Zeit, den Vertrauensfrauen unserer Frauenbundgruppe für das, was war DANKE zu sagen“. Einmal im Jahr wird ihnen zu Ehren vom Vorstand ein Kaffeekränzchen veranstaltet, denn dieses Ehrenamt ist eines unserer tragenden Säulen und ohne wäre Vieles einfach nicht möglich. Herzliches Dankeschön für Ihre Unterstützung.

Adventsfeier

Am 9. Dezember 2023 traf sich unsere Frauenbundortsgruppe am Morgen, um sich mit einem „besinnlichen Frühstück im Advent“ gemeinsam auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Frau Stoll begleitete als Geistige Beirätin unser Frühstück mit Marientexten aus „Die Frau, die mich zu Christus führt“ von Josef Treutlein im Bezug zum vorangegangenem Tag der „Mariä Empfängnis“.

Musikalisch stimmungsvoll untermalt wurde der Vormittag von der Flötengruppe der Musikschule unter Leitung von Frau Zass. Ebenso verstand es Frau Frauenberger auf humorvoller Art und Weise unseren Vormittag im Advent mit ihrem Weihnachtssketch „Befragung des Weihnachtsmannes durch 2 Agenten“ zu bereichern. 

Begegnungstag für Frauen aus der Region

Bad Mergentheim, 08.02.2023: Wie groß das Bedürfnis nach Gemeinsamkeit, nach Gesprächen von Angesicht zu Angesicht ist, zeigte sich einmal mehr in der regen Teilnahme am diesjährigen Begegnungstag für Frauen aus der Region. Federführend war in diesem Jahr der Zweigverein Bad Mergent-heim des KDFB.

In der gut gefüllten Klosterkirche begann der Begegnungstag mit einem Gottesdienst, zelebriert von Pfarrvikar Chukwudi Ihemeneke. Im Mittelpunkt stand eine Heilungsgeschichte aus dem Lukasevangelium: die Heilung der gekrümmten Frau (Lk 13,10-17)

Diese Heilungsgeschichte war dann auch die zentrale Botschaft im Vortrag von Schwester Paulin vom Kloster Schöntal. Aufmerksam folgten die gut 80 Damen, die im Johannessaal an den hübsch geschmückten Tischen saßen, den Ausführungen von Sr. Paulin, die die Damen mit den Worten: "Guten Tag, liebe Leute" begrüßte, der Lieblingsbegrüßung des heiligen Franziskus und die Bedeutung von solchen Treffen hervorhob: "einander zu sehen ist wichtig". 

In der Erzählung von der gekrümmten Frau geht es um eine schwerkranke Frau, die sich nicht aufgegeben hat. Ein Funke Hoffnung war noch in ihr. Sie versteckt sich nicht, sondern geht sogar in die Synagoge. Sr. Paulin sprach den Damen aus der Seele, als sie darauf hinwies, dass Jesus nicht möchte, dass irgendein Mensch niedergebeugt ist. "Jesus möchte aufrechte, freie Menschen. Jeder und jede soll vor sich selber und vor ihm geradestehen können. Und er bietet seine Hilfe an, denn an ihm können wir uns aufrichten, wenn Verzweiflung und Kummer uns einmal niederdrücken." Dieses aufrechte Stehen entspricht auch einem inneren Aufrichten, ein zu sich selber stehen, egal was andere über einen denken.

Schwester Paulin nutzte zur Veranschaulichung der Situation der gekrümmten Frau ein Gemälde der indischen Künstlerin Lucy D´Souza-Krone, das die biblische Geschichte in drei Bildern darstellt; von unten nach oben zu "lesen".

Bild unten:

Die Frau wird von einer schweren Last nieder gedrückt. Last = geistige, physische, emotionale Gewalt, die von Familie, Gesellschaft, Religion, Tradition, Gesetz ausgehen kann. Wir lassen uns von anderen niederdrücken; wir nutzen die uns von Gott gegebene Freiheit nicht.  Die Frau bricht nicht unter der Last zusammen, sie streckt eine Hand geöffnet aus. Sie bringt ihre Verletzungen zum Licht, denn Gottes Auge sieht sie und weint.

Die Begegnung und damit der Beginn der Heilung braucht die offene Hand der Frau und den liebenden barmherzigen Blick Gottes.

Bild Mitte:

Jesus richtet die Frau auf, er schaut sie an; er schaut nicht auf sie hinunter. Er ergreift ihre Hände, eine Geste der Zuwendung, der menschlichen Wärme und Nähe. Durch ihn fließt aus Gottes Händen Heilkraft, Mitleid, Zuwendung. Im Rücken sind die Masken der Pharisäer, die Geister, die Dämonen, die sie niederdrücken wollen. Sie sind zurückgedrängt, aber noch da. Die Frau schaut geradewegs auf Jesus und so ist Heilung möglich. Alle Verkrampfung ist gelöst, sie kann sich wieder aufrichten; nicht nur äußerlich; sie gewinnt neuen Mut. Jesus bezeichnet sie als Tochter Abrahams (Lk 13,10-17) und gibt ihr und allen Frauen damit die Ebenbürtigkeit, denn als Töchter Abrahams sind Frauen in gleicher Weise zum Heil berufen wie die Männer. So verweist die aufgerichtete Frau, die inmitten der Männer in der Synagoge steht und Gott preist, auf den unaufgebbaren Anspruch Jesu, dass das neue Volk Gottes, die Kirche, eine Gemeinschaft von gleichberechtigten Frauen und Männern sein muss.

Bild oben:

Geheilt tanzt die Frau vor Freude und voller Dankbarkeit mit anderen Frauen zum Lobe Gottes. Heilung bewirkt Freude. Heilung weist uns auf Ostern, auf Auferstehung, auf neues Leben hin, ein Zeichen voller Hoffnung und Zuversicht.

Mit einer Gebetsübung zu "Deus meus omnia" schließt Schwester Paulin ihren Vortrag. Christine Glass bedankt sich im Namen des Leitungsteams bei Sr. Paulin und überreicht ein kleines Blumenpräsent, begleitet vom Beifall der Anwesenden.

Bundesfest 2022 in der Seelsorgeeinheit LAMM

Bad Mergentheim, 04.07.2022. "Geh aus mein Herz und suche Freud" war das Motto unter dem der Gottesdienst stand, der anlässlich des Bundesfestes stattfand, das der KDFB jedes Jahr um den 2. Juli herum feiert, dem Fest Maria Heimsuchung.  Dies war in den letzten beiden Jahren nur in sehr kleinem Rahmen und nur innerhalb der Zweigvereine möglich, meist fand es nur im Rahmen eines Gottesdienstes statt. In diesem Jahr konnten die Zweigvereine der Seelsorgeeinheit LAMM dieses Fest endlich wieder gemeinsam begehen. So trafen sich bei bestem Sommerwetter gut fünfzig Frauen aus Markelsheim, Löffelstelzen, Apfelbach und Bad Mergentheim im Garten hinter der St. Kilianskirche in Markelsheim zu einem fröhlich besinnlichen Garten-Gottesdienst. Dem Motto gemäß begann der Gottesdienst mit dem von Paul Gerhardt verfassten Lied "Geh aus mein Herz...", einem geistlichen Sommerhit voller Lebensfreude, in dem er in fünfzehn Strophen die gesamte Natur um ihn herum begeistert bejubelt. Um diesem Gefühl der Bewunderung für Gottes Wunderwelt ein wenig nahe zu kommen, übten sich die Frauen in einer kleinen Garten-Meditation. Die einzelnen Phasen wurden von Sonja Metzger mit der Panflöte stimmungsvoll untermalt. Folgerichtig schloss sich der Lobgesang auf die Schöpfung an: "Laudato si, o mi signore. ... Sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr...". Die Lesung aus der Genesis erzählte von der Schöpfung und dem Auftrag an den Menschen, die Erde zu bearbeiten und zu behüten. Um diesem Auftrag gerecht werden zu können, hilft eine Anleihe bei Teresa von Avila. Sie vergleicht das geistliche Leben mit einem Garten in dem schöne Pflanzen stehen. Damit sie blühen und herrlich duften müssen sie aber regelmäßig gepflegt, begossen werden. Auch in unserem "Seelengarten" kommt es auf die richtige "Bewässerung" an. Was für die persönliche "Seelenbewässerung" nötig oder wünschenswert erscheint, konnten die Frauen nun auf vorbereitete "Wassertropfen" aus Tonpapier schreiben und mit Wäscheklammern auf eine Leine hängen. Die letzten drei Strophen des Liedes von Paul Gerhardt, in denen es um den Beistand Gottes geht, beendete diesen Abschnitt des Gottesdienste. Nach dem gemeinsamen Vater unser und einem sommerlichen Segensgebet galt es noch zu danken, einmal mit dem Lied "Danke, für diese Abendstunde...", dann dem Vorbereitungsteam und den Lektorinnen, aber auch ganz besonders Sonja Metzger, die mit Gitarre und Panflöte den Gottesdienst wundervoll begleitet hatte.

Die Einladung zum gemeinsamen Essen erfolgte mit den Worten Teresa von Avila: "Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen". Auch das Gespräch miteinander, der Austausch untereinander, gehört zum Wohlbefinden dazu und so machten die Frauen reichlich Gebrauch davon und saßen oder standen noch lange bei Speisen und Getränken im Garten zusammen.

Frauenbund im Schlosspark Bad Mergentheim

Bad Mergentheim, im Mai 2022. Zu einer fachkundigen Führung durch den Schlosspark hatte der KDFB Zweigverein Bad Mergentheim eingeladen. Tillmann Zeller empfing die Damen (und den einen Herrn) am Schellenhäuschen, einem von zwei fremdartig anmutenden Gartenhäuschen, die den Schlosspark zieren. Sie stehen seit 1802 im Park: das Halbmondhäuschen im orientalischen und das Schellenhäuschen im chinesischen Stil.

Der heute dem Land BW gehörende Schlosspark der ehemaligen Deutschordensresidenz Mergentheim wurde ab Ende des 18. Jahrhunderts als Landschaftgarten gestaltet, im Gegensatz zum französischen Garten. Der Garten wollte durch Natürlichkeit überzeugen, immer wieder neue Einblicke und Entdeckungen sollten einen idealen Ausschnitt der Natur abbilden. Geschwungene Wege und immer wieder neue Sichtachsen gehören zu den Gestaltungselementen eines solchen Landschaftsgarten. Bis heute ist der große Artenreichtum bei den Bäumen im Park bildprägend, die aus aller Herren Länder hierhin verpflanzt wurden. 42 dieser Bäume sind mit Beschilderungen versehen, die dem Besucher interessante Informationen vermitteln. Spannender ist es natürlich, wenn man diese Informationen verbunden mit kleinen Geschichten von einem "Parkführer" wie Tillmann Zeller erzählt bekommt. So erfährt man auch etwas über die leider trockengelegten Wasserflächen, die einmal von der Wachbach gespeist wurden und mit einem Wasserfall verbunden waren. Das Entendörfchen auf der Insel im See ist vielen aus Erzählungen und von alten Postkarten bekannt. Es braucht nicht viel Fantasie, sich diese Idylle vorzustellen.

Auf dem kurzen Spaziergang führte Tillmann Zeller die Damen zu einer Reihe von Besonderheiten wie dem Judasbaum, dem Gingko, dem Maulbeerbaum, dem dreidornigen Lederhülsenbaum, dem Blauglockenbaum, dem japanischen Schnurbaum, dem Tulpenbaum, und nicht zu vergessen zu der prachtvollen Platanenallee mit den im Jahre 1791 bei der Neugestaltung des Hofgartens gepflanzten Platanen. Aber auch die vielen zum Teil alten Obstbaumsorten waren von Interesse, sowie die Information, dass in den Gewächshäusern auch Ananas, Kaffee, Zuckerrohr und viele exotische Pflanzen, unter anderem zum Beispiel siebzehn verschiedene Aloearten gepflegt wurden.

Ein Blick in den leider für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich am ehemaligen Gartensaal, der sala terrena, der einen Übergang zum Kapuzinerkloster hatte, rundete die Schlossparkführung ab.