Marienkirche

Die in den Jahren 2013 bis 2015 restaurierte Marienkirche neben dem ehemaligen Dominikanerkloster steht dort, wo sich schon in vorchristlicher Zeit ein Quellheiligtum befunden hat. Bereits 1169 erwähnt eine Schenkungsurkunde eine Kapelle an diesem Ort mit einem Gnadenbild, zu dem die Menschen "ein großes Geläuf" veranstalteten. Die jetzige Kirche wird 1312 erstmals erwähnt. Sie wurde in den folgenden Jahrhunderten durch Kriege stark in Mitleidenschaft gezogen und 1809, nachdem sowohl die Dominikaner, als auch der Deutsche Orden Mergentheim verlassen mussten und nach der Auflösung der Rheinbundstaaten, samt Mergentheim dem König von Württemberg zugesprochen. 1817 erwarb die Stadt Mergentheim die Kirche und übergab sie 1852 der katholischen Kirchengemeinde, die sie im neugotischen Stil renovieren ließ.

Die Marienkirche zeigt eine Reihe interessanter und seltener Kunstdenkmäler.

Beim Betreten der Kirche fällt der Blick sofort auf den neugotischen Hauptaltar mit dem Gnadenbild, eine Pietá, die stilmäßig ins 14. Jh. gehört. Die Mergentheimer verehren sie als die "Mutter von ganz Mergenthal". Rechts und links vom Hauptaltar stehen zwei Großfiguren, die sich vor der Restaurierung versteckt hinter dem Altar befanden, die heilige Katharina und der heilige Dominikus.

Sehenswert sind auch der reiche Freskenschmuck, sowohl im Chor der Marienkirche, als auch in der Seitenkapelle, der Maria-Tod-Altar, der der Riemenschneiderschule zugerechnet wird und das herrliche Kreuzrippengewölbe mit seinen Schlusssteinen.