Münsterschatz

Der Münsterschatz von St. Johannes Baptist in Bad Mergentheim dokumentiert über 500 Jahre, von der Spätgotik bis zur Gegenwart, liturgische Gefäße und Geräte. Auf dem Gebiet der Gold- und Silberschmiedekunst birgt er mit Werken bedeutender fränkischer und Augsburger Meister Objekte von höchstem künstlerischem Rang.

Zu den herausragenden Stücken zählt das 1482 datierte spätgotische Vortragekreuz. Es zeichnet sich durch filigrane Goldschmiedearbeiten aus. Ein Meisterwerk spätgotischer Goldschmiedekunst ist die Monstranz. Sie wurde 1509 von Claus Schmidt in Würzburg angefertigt. Bei ihrer Ausführung war wohl ein Entwurf des großen Bildhauers Tilmann Riemenschneider (um 1460-1531) leitend.

Eine Rarität und Kostbarkeit aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist die Versehmonstranz. Auf dem runden Rückendeckel ist das Gastmahl des Herodes mit der Enthauptung Johannes des Täufers eingraviert. Sie birgt eine Reliquie des hl. Kilian. Der älteste Kelch des Münsterschatzes ist von Martin Dumler (1564-1638) geschaffen. Der Kelch ist eine Stiftung von Johann Hutzelin, des evangelischen Titularabtes von Hirsau im Schwarzwald (1596-1617).

Die 96 cm hohe, überreich gestaltete barocke Monstranz schließt mit dem Kreuz des Deutschen Ordens ab. Sie ist das Werk von Michael Mayr. Er ist in Augsburg von 1691 bis 1714 nachweisbar. Bemerkenswert sind auch die Ostensorien (Schaugefäße für Reliquien) der Rokokozeit, eines für einen Partikel vom Kreuz Christi und eines, das von einer Nepomuk-Zunge in einem Strahlenkranz bekrönt wird.

Öffnungszeiten

Sonntag
15:00 - 17:00 Uhr

Führungen sind nach Absprache auch außerhalb dieser Öffnungszeiten möglich. Wenden Sie sich hierzu bitte an das Münsterpfarramt.

Anschrift & Kontakt

Münsterpfarramt

Ledermarkt 12
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