Suizidprävention
"Suizidalität betrifft uns alle. In Deutschland sterben jährlich über 10.000 Menschen durch Suizid, mehr als 100.000 Menschen unternehmen einen Versuch. Doch suizidale Handlungen ist kein unausweichliches Schicksal – Prävention ist möglich. Dafür braucht es Wissen über Warnsignale, Risikofaktoren und vor allem die Bereitschaft, hinzuschauen und ins Gespräch zu gehen. Jeder Kontakt kann den Unterschied machen. Auf dieser Seite finden Sie fundierte Informationen, Hilfsangebote und praktische Hinweise, wie Sie Menschen in suizidalen Krisen unterstützen können.
Suizidales Erleben sollte kein Tabuthema sein: Durch Wissen, Offenheit und gemeinsames Handeln können wir Leben retten."
(Quelle:Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention)
Durch den Verein TREES of MEMORY e.V., der in erster Linie Akuthilfe für Angehörige bietet, die einen geliebten Menschen durch Suizid verloren haben, haben wir uns dem Thema in der Seelsorgeeinheit bewusster angenommen und gestellt. Mit Iris Pfister haben wir in Bobstadt eine sogenannte “Erste Anlaufstelle” für Betroffene. Im Rahmen dieser Kooperation konnten wir in ökumenischer Verbundenheit mit der evangelischen Kirchengemeinde am 07.09.2019 den ersten “Gedenk- und Mutmachgottesdienst” für betroffene Menschen (konkret: Menschen, die einen Verlust erlitten haben, aber auch Menschen, die z.B. in der Folge einer Erkrankung mit Suizidgedanken kämpfen) feiern. Neben weiteren Gottesdiensten folgten u.a. 2020 eine Autorenlesung mit Uwe Hauck aus seinem Buch “Depression abzugeben” und 2022 ein Vortrag zum Thema Suizidprävention von Iris Pfister.
Dreh- und Angelpunkt für die Veranstaltungen ist der Welttag der Suizidprävention, der jedes Jahr am 10. September stattfindet.
Im näheren Umfeld haben wir mit dem Arbeitskreis Leben e.V. (AKL) im Heinrich-Fries-Haus in Heilbronn eine weitere wichtige Anlaufstation für Betroffene in jeglicher Form.
Hier findet sich außerdem eine Übersicht an Beratungsstellen, gerade auch für Hilfe in Akutsituationen.
Filmabend am 09.09.2026 - "Sieben Seelen"
Zum diesjährigen Welttag der Suizidprävention lädt der Verein Trees of Memory e.V. am 09. September 2026 um 19:00 Uhr zu einem Filmabend ins Filmtheater Badischer Hof (Hauptstr. 40, 97941 TBB) nach Tauberbischofsheim ein. Mit dem Film “Sieben Seelen - Ringen um Familie” wird ein Film gezeigt, der direkt aus der Betroffenenperspektive erzählt.
Der Filmemacher Stefan Czimmek hat seinen persönlichen Film über die Depression seiner Vaters und die Folgen für seine Familie in diesem Jahr veröffentlicht. Bei der Premiere auf dem Berliner Indepentent Film Festival den Preis für den besten Feature-Dokumentarfilm gewonnen.
Der Film
Eine siebenköpfige Familie öffnet sich zu ihren traumatischen Erlebnissen während der zehnjährigen Depression des Vaters. Ungeschminkt und mit einer Prise Humor, zeigt sich jedes Familienmitglied verletzlich vor der Kamera. Gemeinsam konfrontieren sie sich mit aktuellen Konflikten, äußern schmerzhafte Wahrheiten, reisen in die Vergangenheit und versuchen als Familie wieder zueinanderzufinden.
Der Film möchte einen sensiblen Zugang zu diesen Erfahrungen schaffen und kann dabei helfen, Gespräche anzustoßen, wo es sonst schwerfällt, Worte zu finden. Der Regisseur und Filmverantwortliche Stefan Czimmek wird an diesem Abend ebenfalls anwesend sein. Der Landrat des Main-Tauber-Kreises, Christoph Schauder, hat für diesen Aktionsabend im Rahmen des internationalen Suizidpräventionstages die Schirmherrschaft übernommen. Am Abend wir stellvertretend für ihn Frau Sozialdezernentin Elisabeth Krug bei der Filmvorführung und dem im Anschluss stattfindenden Austausch dabei sein.



